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Das kleine Spiel zwischen dem Ich und dem Mir

14.9.2020 – 16.8.2021, KOLUMBA

Heinz Breloh, Büro für Augen, Nase, Zunge, Mund, Herz, Hand und Maske (die alles überdeckt), Anne Teresa De Keersmaeker/Rosas, Esther Kläs, Bernhard Leitner, Duane Michals, Richard Tuttle, Hannah Villiger
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Das kleine Spiel zwischen dem Ich und dem Mir ist eine Ausstellung mit acht Kapiteln, die sich in einer öffentlichen Aufbauphase fortlaufend verändern und zusammenfügen wird. Sie vereint Arbeiten von Künstler_innen, die herkömmliche Körperbilder einer kritischen Revision unterziehen und in verschiedenen künstlerischen Medien nach anderen Möglichkeiten der Repräsentation suchen. Über den Einsatz ihres eigenen Körpers finden sie zu neuen Formen von Subjektivität, die bisher gültige Konzepte über Bord werfen und andere künstlerische Kriterien einführen. Die Ausstellung holt die Choreografie und den Tanz von der Bühne weg in den Aktionsraum des Museums, um die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten miteinander in Kontakt zu bringen und übergreifende Fragestellungen erlebbar zu machen: Wie kann man einen Körper wiedergeben? Welche Rolle spielen körperliche Erfahrungen und Erinnerungen in der Wahrnehmung von Welt? Gibt es ein spezifisch körperliches Denken? Welche Spuren eines choreografischen Denkens gibt es in der bildenden Kunst? Wie kann die Beschäftigung mit dem eigenen Körper für einen erweiterten Kunstbegriff relevant werden? Welche Rolle spielen dabei aus heutiger Sicht queere Fragestellungen? Wie verändern die performativen Künste Konzepte von Museum und Wissenschaft? Ist eine Ausstellung selbst schon eine Choreografie? Kann ein unbewegtes Objekt Aufführungscharakter haben? Wie adressiert und inszeniert ein Kunstwerk sein Gegenüber, den betrachtenden Menschen? Was für eine Rolle spielen institutionelle Regeln und Handlungsanweisungen? Welche Bedeutung hat die gebaute Architektur für die Entfaltung und Erfahrung von Körperlichkeit?

Doppio I

23.10.2020 – 3.1.2021, Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen

Walter Pfeiffer | Hannah Villiger
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Er ist komplex und banal, viel erforscht und kaum zu verstehen. Er ist der Organismus, der uns am Leben hält. Eigentlich kennen wir ihn nur zu gut: den menschlichen Körper. Seine Individualität ist Ausdruck unserer Einzigartigkeit. Er ist das Gefäss für unseren Geist und die Hülle unseres Bewusstseins. Er ist die Verbindung zwischen Aussen- welt und Selbst. So startet die Selbstsuche häufig mit dem Blick in den Spiegel. Wer bin ich? Warum bin ich? Was will ich? Die Ausstellung richtet den Blick auf den menschlichen Körper. Auf den eigenen und andere. Die fotografischen Körperdarstellungen erzählen von Identitätssuche und Emanzipation. Jugendliches Unendlichkeitsgefühl trifft dabei auf das Bewusstsein um die eigene Vergänglichkeit. Es wird intim und skurril. Melancholisch und leidenschaftlich. Es wird kompakt und anregend. Doppio.